Melzower Sommerkonzerte

Der Mensch, ein absurdes Wesen 

Siegfried Haase

Ein wesentliches Kennzeichen seiner Arbeiten ist das Material, aus denen sie bestehen. Vor allem rostiges Eisen, aber auch andere Fundobjekte, bestehend aus den verschiedensten  Materialien, werden u.a. zu Menschen und Tieren umgeformt.Diese werden dann in neue Sinnzusammenhänge gestellt, um so den Absurditäten des Lebens auf die Spur zu kommen.

Mein bevorzugtes Arbeitsmaterial ist Eisen, aber auch Stein, Holz u.a. Fundmaterialien. Eisenschrott vor allem deshalb, weil jedes Teil schon eine Vorgeschichte mitbringt und ich rostiges Metall besonders mag. Rost ist für mich Edelpatina, ist er doch ein Symbol für die Einflüsse der Zeit und der Wandelbarkeit alles Irdischen. Thematisch interessiert mich der Mensch und sein Verhältnis zur Natur besonders. Die Philosophie und die Beobachtung von Menschen und Natur sind folglich meine Inspirationsquellen. In der Darstellung bevorzuge ich die skurrile, hintersinnige und humorvolle Umsetzung meiner Ideen.

Nach dem Studium der Architektur in Weimar (1980–1985) folgten Anstellungen als Architekt in verschiedenen Betrieben, Büros und Gesellschaften in Berlin und Brandenburg. Seit Mitte 2024 lebt er im Ruhestand in Berlin und Warnitz.

Nach einem tragischen familiären Ereignis im Jahr 2021 entstanden Gedichte und Kurzgeschichten, später auch Fotografien – Fluchtpunkte, Reflexionen, Verarbeitung von Unfassbarem und Alltäglichem.

Im Rahmen der Ausstellung werden ausgewählte Blätter mit Gedichten und Fotokollagen gezeigt, die zum Verweilen und Wiederkommen einladen.