Die Stadt Königsberg im damaligen Ostpreussen erlebte im 17. Jahrhundert eine kulturelle Blütezeit. – In dieser Zeit entfalteten sich dort auch die „Parnaß Blumen“. So hieß die gleichnamige, umfangreiche Gedichtsammlung der Dichterin Gertrud Möller (1641 – 1705). Simon Dach einer der berühmtesten Autoren jener Zeit, erkannte früh Möllers große poetische Begabung und förderte sie nach Kräften. Möller, eine der ganz wenigen Frauen, die in der Barockzeit eigene Gedichtsammlungen publizierte, war zu Lebzeiten geachtet und schon so bekannt, dass der ebenfalls in Königsberg ansässige Komponist Johann Sebastiani (1622- 1683) viele ihrer Gedichte vertonte.
Das renommierte Dresdener Vokalensemble Ælbgut und Wunderkammer haben mit einer viel beachteten CD Produktion zur Wiederentdeckung dieses kleinen Schatzes beigetragen über die Jan Brachmann in der FAZ schreibt: „eine Auswahl von 24 Liedern … die von Witz, Verstand und Herzensbildung zeugt.“

